Mit Counter-Hassbildern gegen visuellen Hass
Die Mehrheit der Internetnutzenden berichtet davon, mit Hassrede und Hassbotschaften konfrontiert zu werden. Sie zirkulieren überall – sei es in den sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook oder Youtube, auf Webseiten oder auch auf Messengerdiensten wie Telegram und WhatsApp. Sie grenzen aus, beleidigen und diffamieren oder rufen sogar zu Gewalt auf. Visueller Hass bspw. in Form von Memes, Fotos oder Karikaturen ist dabei besonders wirkungsvoll.
Counter Speech – also das öffentliche Entgegnen auf Hassrede – wird als wirksames Mittel gegen die Verbreitung von Hass im Netz diskutiert. Gegen visuellen Hass helfen insbesondere Counter-Hassbilder.
Die Counter-Hassbilder können dabei folgende Zielstellungen verfolgen:
…den Absender zur Reflexion über sein Handeln anregen oder
…die Rezipient:innen abhalten, das Hassbild zu teilen, zu kommentieren oder es sogar aktiv als «Hassbild» bei der Plattform zu melden
…die Adressatengruppe (das Hassobjekt) zu unterstützen bzw. Solidarität zum Audruck zu bringen.
Auf dieser Webseite stellen wir Counter-Hassbilder zum kostenlosten Download zur Verfügung. Die Counter-Hassbilder haben eine Creative-Commons-Lizenz (CC0 1.0 Universal). Für den Download auf das Bild per Linksklick „Grafik speichern“ auswählen.
Enstehung der Counter-Hassbilder
Die Counter-Hassbilder wurden von Studierenden des Studiengangs „Multimedia Production“ im Rahmen des Kurses „Mediengestaltung“ unter der Leitung von Tanja Hess und Andreas Mädler erstellt. Die Aufgabe bestand darin zwei Serien mit je drei Counter-Hassbildern zu erstellen, die auf Hassbilder antworten. Die Wahl der Techniken (Illustration, KI, Meme,…) wurde ihnen frei gestellt. Auf dieser Seite wird eine Auswahl der erstellen Counter-Hassbilder zur Verfügung gestellt. Ein herzliches Dankeschön allen Studierenden für die kreativen und warmherzigen Ideen.
Die Counter-Hassbilder sollen nicht nur Internetnutzende dazu befähigen selbst auf visuellen Hass zu reagieren. Sie werden auch eingesetzt für ein Forschungsprojekt, das u.a. die Wirksamkeit von Counter-Hassbildern experimentell testet. Das Projekt wird co-geleitet von Franziska Oehmer-Pedrazzi und Stefano Pedrazzi (UniFR). Das Projekt wird durch das Bundesamt für Kommunikation gefördert.